Leguan – Terrarium

Damit sich der neue Mitbewohner in seinem künftigen Zuhause wohl fühlt, sollte das Terrarium für den Leguan artgerecht gewählt und eingerichtet werden. Aber wie sehen eigentlich die Mindestmaße für ein Leguan-Terrarium aus? Wie sollte dieses eingerichtet werden und welches technische Equipment ist unverzichtbar?

Mindestmaße für das Terrarium

Leguane werden, je nach Unterart, unterschiedlich groß und haben deswegen verschiedene Ansprüche an ihr neues Zuhause. Dabei gilt: Je größer der Leguan, umso größer sollte natürlich auch seine Unterkunft sein. Ein großer Leguan braucht ein Terrarium mit den Mindestmaßen 250 x 200 x 200 cm (L x B x H). Für junge Tiere reicht am Anfang einer Unterkunft mit den Maßen 100 x 60 x 100 cm vollkommen aus. Die optimale Terrariengröße zu finden, ist besonders wichtig. Ansonsten können sich die Tiere nicht frei entfalten, werden scheu und der Halter wird wenig Freude an ihnen haben.

Wo sollte das Terrarium aufgestellt werden?

Ganz wichtig ist, sich vor dem Kauf eines Leguan zu fragen, ob man überhaupt den notwendigen Platz hat, um ein ausreichend großes Terrarium aufzustellen. Ideal zur Unterbringung eines Leguans ist zum Beispiel ein beheizter Kellerraum oder ein Wintergarten.

Ausstattung und Einrichtung

Was sehr stark variiert und von der Unterart abhängig ist, ist die Ausstattung und Einrichtung des Terrariums. So gilt zum Beispiel der Grüne Leguan als Baumbewohner und geschickter Kletterer. Dies sollte man bei der Einrichtung des Terrariums berücksichtigen und zum Beispiel darauf achten, dass dieses höher als breit ist. Außerdem sollte daran gedacht werden, dem Leguan genügend Klettermöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Mit Stämmen und Kletterästen kann man nicht viel verkehrt machen. Bei einem älteren Leguan muss darauf geachtet werden, dass Stämme und Äste nicht zu dünn sind. Schließlich sollte der Leguan bequem auf diesen liegen können.

In freier Natur hält sich der Leguan gerne in der Nähe von Wasserläufen auf. Über diese deckt er nicht nur seinen Flüssigkeitsbedarf, Leguane halten sich auch besonders gerne in Wasser auf und baden in diesem. Deshalb darf ein Wasserbecken im Terrarium auf keinen Fall fehlen. Natürlich muss das Wasserbecken regelmäßig gereinigt werden, denn oftmals benutzt der Leguan es auch als Toilette.

Bei der Einrichtung selbstverständlich sein sollten Wasser- und Futternäpfe.

Die richtige Beheizung für das Terrarium

Neben Abwechslung muss dem Leguan in seinem neuen Zuhause auch die ideale Umgebungstemperatur geboten werden. Mit einer Heizung schafft man artgerechte Temperaturen, die tagsüber bei 26-32° und nachts bei 20-24° liegen sollten. Um die Temperatur zu regulieren sind eingebaute Thermostate und Zeitschaltuhren hilfreich.

So schafft man die richtige Luftfeuchtigkeit

Im Leguan-Terrarium muss man auch auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten. Diese sollte tagsüber bei 70-80 % und in der Nacht bei 80-90 % liegen. Mit einem mehrmaligen Wassersprühen am Tag kann man die Luftfeuchtigkeit beeinflussen. Damit sich an den Wänden des Terrariums kein Schimmel bildet, ist gleichzeitig auf eine ausreichende Belüftung zu achten. Im unteren Bereich der Seitenscheiben und in der Decke sollten deshalb einstellbare Lüftungsschlitze eingelassen sein. Dadurch kann die warme Luft nach oben entweichen und kühlere Frischluft kann von unten nachziehen.

Die Beleuchtung im Terrarium

Die Haltungskosten können bei einem Leguan ziemlich hoch sein, denn sein Terrarium sollte täglich für 12-14 Stunden beleuchtet werden. Wärme, Licht und UV-Strahlung sind für den Leguan lebensnotwendig, denn nur so kann er Vitamin D3, das besonders wichtig zum Knochen- und Hautaufbau ist, bilden.

Am besten, man sorgt im Terrarium des Leguan für vier unterschiedliche Bereiche. Im direkten Aufenthaltsbereich sollten HQI-Strahler mit 150 Watt im Abstand von 50 cm angebracht werden. Direkt über den Aufenthaltsplätzen sollte man Wärme- und Sonneninseln schaffen, zum Beispiel mit 80-Watt-Stralern oder 50-Watt-Reflektorlampen. Für die UV-Bestrahlung des Leguan sollte man Strahler mit etwa 300 Watt im Abstand von 50 cm anbringen. Diese sollten mithilfe einer Zeitschaltuhr täglich für mindestens 20-30 Minuten an- und wieder ausgeschaltet werden. Die vierte Beleuchtungszone im Terrarium sollte mit 3-5 normal großen Leuchtstoffröhren ausgestattet sein. Dass alle Strahler und Lampen so angebracht werden, dass diese vom Leguan nicht erreicht werden können, versteht sich von selbst.